a2

P1010450

67. La2 Kb2 68. Lc4 a2 0-1

Nach 5 Stunden und 30 Minuten Spielzeit beendete ein Bauernzug die letzte noch laufende Partie und eine dramatische Endrunde der Rheinland-Liga. Der Bauernzug a3-a2 machte die Rheinlandmeisterschaft und den Aufstieg in die 2. Rheinland-Pfalz Liga perfekt.

Um 8.00 Uhr morgens machte sich der SK Altenkirchen II auf den Weg zur zentralen Endrunde der Rheinland-Liga nach Reil an der Mosel. Als Tabellenführer machte man sich schon gewisse Hoffnungen als Erster durchs Ziel zu kommen. Die Ausgangslage aber war nicht so eindeutig. Einerseits musste der SK  Altenkirchen selbst seinen Kampf gegen Heimbach-Weis/Neuwied III gewinnen, gleichzeitig durfte der Zweitplatzierte Heimbach-Weis/Neuwied II nur 1,5 Brettpunkte bei eigenem Sieg gegen Bendorf II aufholen.  Nach den Begrüßungen setzen die 160 Spieler in der Sporthalle Reil ihre Uhren gegen 10.00 Uhr in Gang. An Brett 8 einigten sich Peter Kratz (H-W/N) und Alexander Lazarov nach wenigen Zügen auf remis. Dieser halber Punkt sollte für einige Stunden die letzte Ausbeute für den SK Altenkirchen gewesen sein. An Brett 2 verirrte sich Konstantin Weber’s Dame auf dem Königsflügel, um einen Angriff zu initiieren. Ihr gingen aber die Felder aus, so dass sie sich gegen eine Turm opfern musste. Diese gute Materialverteilung ließ sich Maximilan März (H-W/N) nicht entgehen und gewann diese Partie sicher. Auch Thomas Hoffmann an Brett 1 schienen die Nerven zu flattern. In einem ausgeglichenen Leichtfigurenendspiel stellte er einzügig einen Springer ein, was Thomas Ross (H-W/N) den nächsten Punkt einbrachte. Daniel Berker hatte sich an Brett 6 mit dem sog. From’s Gambit auseinanderzusetzen. Sein ebenfalls jugendlicher Gegner Johannes Utsch (H-W/N) zeigte ihm aber die Grenzen dieses Gambits auf. Das Zwischenergebnis von 0,5 zu 3,5 Punkten ließ bei der Mannschaft von H-W/Neuwied II die Vorfreude auf die Meisterschaft steigen, denn sie selbst hatten in der Zwischenzeit 5,5 : 2, 5 gegen Bendorf II gewonnen.

Nach 3,5 Stunden Spielzeit war die Ausgangslage dramatisch verändert. SK Altenkirchen II musste alle noch vier laufenden Partien gewinnen. Die Partien von Ingo Schmerda und Uwe Jungbluth wurden als remis eingeschätzt. „Nichts los auf dem Brett“, wie der Schachspieler zu sagen pflegt. Bei Wolfgang Cleve-Prinz war es kompliziert bei knapper werdender Bedenkzeit. Markus Hahmann dachte wie so oft über die ultimative Gewinnkombination nach. Die Umlagerung von etlichen Kiebitzen und die steigende Unruhe im Turniersaal ließen auch den psychischen Druck ansteigen. Markus Hahmann fand dann den feinen Zug Turm d4, was dem Gegner Michael Dillmann (H-W/N) Material und die Partie kostete. Nur kurze Zeit später zeigte sich die Klasse von Uwe Jungbluth. In einem Turmendspiel zeigte er die bessere Technik, so dass er seinen Gegner Norbert Glienke (H-W/N) zu Fehlern provozierte und den nächsten Punkt einbrachte. In hoher Zeitnot befanden sich die beiden letzten Partien. In einer sizilianischen Partie hatte Ingo Schmerda zwar gegen Peter Hoffmann (H-W/N) die Stellung ausgleichen können, aber erst in der Zeitnotphase, mit nur wenigen Sekunden auf der Uhr, konnte er durch die Passivität seines Gegners eine Angriffsstellung erreichen. Wolfgang Cleve-Prinz meisterte die Zeitnot im Gegensatz zu seinem Gegner Michael Müller (H-W/N) souverän. Dieser führte nach Turmverlust und Mattangriff seinen 40zigsten Zug schon nicht mehr aus. Nach vier Stunden Spielzeit stand es nun 3,5 : 3,5. Die letzte Partie entschied alles.

Nachdem Ingo Schmerda die Schwerfiguren abgetauscht hatte, war ein Endspiel mit ungleichen Läufern und zwei Mehrbauern entstanden. „Das gewinnt ja selbst meine Oma“, so schätzte Ingo Schmerda seine Stellung selbst ein. Es sollte aber noch ein hartes Stück Arbeit werden. Nach 68 Zügen und 5,5 Stunden Spielzeit sah Peter Hoffmann (H-W/N) keine Verteidigungsressource mehr und gab die Partie auf.

4,5 : 3,5 für SK Altenkirchen II, Rheinlandmeister und Aufstieg in die 2. Rheinland.Pfalz-Liga waren geschafft.

Altenkirchen

Als Wertungsfünfter mit einer Niederlage gegen die SV Siershahn gestartet, hätte das keiner zu Saisonauftakt erwartet. Ein homogenes Team mit zwei jugendlichen Spielern und einigen alten Hasen, mit etwas Glück ausgestattet und souverän von Mannschaftsführer Konstantin Weber geleitet, gewinnt verdient die Rheinlandmeisterschaft.

Die Brettmeister:

  • Br. 1 FM K. Gawehns (R‐L) 6/7
  • Br. 2 U. Klook (R‐L) 5/7
  • Br. 3 W. Cleve‐Prinz (AK) 5/7
  • Br. 4 I. Schmerda (AK) 4,5/5
  • Br. 5 U. Jungbluth (AK) 6/7
  • Br. 6 J. Kottemer (H‐W) 5/7
  • Br. 7 M. Hahmann (AK) 5,5/7
  • Br. 8 R. Ley (Sie) 5/7

RL2014

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo zusammen!

    Meinen Glückwunsch zum Aufstieg an die ganze Truppe! Da habt Ihr ja eine richtig Show geliefert und die Spannung bis zum letzten Zug aufrecht gehalten. So muss es sein.

    Auch einen Glückwunsch an die 4 Brettmeister!

    Beste Grüße

    Martin

  2. Jungs seit ihr gut! Es gibt nichts besseres einen Sieg, mit dem am Anfang der Saison keiner gerechnet hat. SUPEEEEEERRRRR!!!!!

Schreibe einen Kommentar