Auswärtssieg bei den Schachfreunden Mainz

Gegen die Schachfreunde Mainz gelang nach nahezu sechs Stunden Gesamtspielzeit ein hart erkämpfter 4,5:3,5 Sieg. Wie bereits im ersten Saisonspiel war es auch hier ein ganz enger Mannschaftskampf, in dem beide Mannschaften Gewinnchancen hatten.

Eigentlich begann alles ganz ruhig. Reiner Schmidt an Brett 3 nahm das Remisangebot seines Gegners an. Da die einfache Rechnung zu dem Zeitpunkt aussagte: Keine Partie von uns steht schlechter, aber zwei bis drei besser. Also sollte das Remis der Mannschaft helfen. So kam es dann auch…fast. Martin Kaster an Brett 4 stand sehr gedrückt, sein Gegner überschätzte jedoch seine Stellung etwas, opferte einen Turm für einen Springer und sah sich auf der Siegerstraße. Jedoch hatte Martin noch ein Verteidigungsmanöver in petto, das der Gegner übersehen hatte. Er flüchtete sich dann in ein Remis durch Dauerschach. Inzwischen hatte Oliver Heidorn an Brett 7 eine Gewinnstellung erreicht. Leider zollte Thomas Hoffmann an Brett 6 seiner geringen Spielpraxis Tribut und überschritt in einer komplizierten Stellung die Zeit. Eine sehr schöne Partie hatte Konstantin Weber an Brett 8 hingelegt. Doch leider übersah er die letzte taktische Chance des Gegners, der nun in seine Stellung einbrechen und Material gewinnen konnte. Jetzt sah es schon nicht mehr so gut aus! Doch dann kam die Stunde des Mannschaftsführers. Johannes Krumm stand an Brett 5 in der Eröffnung schon schlechter und erwehrte sich dem immer stärker wachsenden Druck seines Gegners. Doch dann sah er eine taktische Möglichkeit, die ihm einen Vorteil verschaffte. Aufgrund des sich so schnell ändernden Kampfbildes verlor sein Gegner endgültig den Faden und hatte Johannes Angriff nichts mehr entgegen zu setzen. So stand es wieder ausgeglichen. Nur noch die beiden ersten Bretter spielten, wobei beide Bretter etwas besser für Altenkirchen standen. Nach fast sechs Stunden Spielzeit konnte Claude Wagener Gegner sein geduldiges Ausbauen seines kleinen Vorteils in eine nicht mehr zu verhindernde Damenumwandlung krönen. Gleichzeitig stellte Andreas Brühl seine Gewinnbemühungen ein, da sein Remis und Claudes Sieg den Mannschaftssieg sicher stellten.

Das waren wieder zwei Mannschaftspunkte aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus. Noch ein, zwei solcher Matches und der Abstieg dürfte gebannt sein. Aber bis dahin ist es noch ein weiter, harter Weg.

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