Lange Anreise wird nicht mit Punkten belohnt

von Reiner Schmidt

Die lange Anreise nach Frankenthal nahmen neben dem Stammpersonal Heijo Höfer und unser Youngster, Daniel Berker auf sich, da Martin Kaster und Claude Wagener ersetzt werden mußten . Das es sehr schwer werden würde, auch nur einen Blumentopf zu ernten, zweigt der Blick auf die Aufstellung. Nur an einem Brett hatten wir die bessere Wertungszahl, an den anderen die zum Teil deutlich schlechteren.

Trotzdem ging es unverdrossen los. Nach gut einer Stunde verhieß ein Blick durch die Reihen aber nichts Gutes. Brett 5, 6 und 7 machten nicht den besten Eindruck. An Brett 8 hatte Heijo aus einer ruhigen Eröffnung eine hochkomplizierte, taktische Stellung auf dem Brett, die dazu noch einen guten Eindruck machte. Doch eine unglückliche Aktion; und die Partie war vorüber, leider nicht zu unseren Gunsten. Zählbares erzielte Konstantin Weber an Brett 6. Nachdem der Gegner einen Bauern gewonnen hatte, kämpfte Konstantin gut weiter, holte den Bauern zurück und erreichte ein Remis. An Brett 5 verschlechterte sich Ingo Schmerdas Stellung, mit der von Anfang an nicht richtig zurechtkam, immer mehr und es kam wie es kommen mußte 0:1. Reiner Schmidt, diesmal an Brett 1, hatte seinen Gegner ganz gut im Griff und stand besser. Dann ließ er jedoch eine zwingende Wendung aus, stand zwar immer noch etwas besser, aber zu wenig um zu gewinnen. Daher: Remis. Andreas Brühl an Brett 2 hatte aus einer ganz ruhigen Stellung heraus eine Figur für zwei Bauern und Angriff geopfert. Diesen führte er sehenswert zu Ende und ließ seinem Gegner keine Chance. Doch die Hoffnung insgesamt trog. Johannes Krumm an Brett 3 hatte eine gute Stellung herausgeholt. In Zeitnot jedoch wandelte diese sich in eine sehr unklare, so das auch nur der Weg ins Remis blieb. Daniel Berker war seinen Gegner in der Eröffnung bereist taktisch scharf angegangen, doch der Gegner fiel nicht. Am Ende mußte er seinem hohen Zeitverbrauch und den taktischen Schlägen seines Gegners Tribut zollen. Zum Schluß blieb noch der grippegeschwächte Thomas Hoffmann. Er hatte die undankbare Aufgabe gegen „die Schachinstitution“ der Frankenthaler anzutreten. Dieser spielte wieder seine ganze Klasse aus und verstärkte ganz allmählich seine Stellung Zug um Zug . Dann fiel der erste Bauern, dann irgendwann mußte Thomas dem stetigen wachsenden Druck nachgeben und aufgeben. Damit stand die 2,5 zu 5,5 Niederlage fest. Diese war zu erwarten, trotzdem müssen noch Punkte zu Klassenerhalt herbei. Drei Spiele haben wir ja noch.

SK Frankenthal 2095 SK Altenkirchen 1940
Braun,Peter 2204 Schmidt,Reiner 2043 ½ ½
Fulea,Dan,Dr. 2137 Brühl,Andreas,Dr. 2323 0 1
Syska,Albert 2170 Krumm,Johannes 2024 ½ ½
Kargoll,Peter 2133 Hoffmann,Thomas 1923 1 0
Völpel,Robert 2047 Schmerda,Ingo 1910 1 0
Wallrodt,Peter 2082 Weber,Konstantin 1752 ½ ½
Louis,Volker 2027 Berker,Daniel 1660 1 0
Loos,Udo 1959 Höfer,Heijo 1883 1 0

Tabelle

Rang Mannschaft Spiele MP+ MP- Brettpt
1 SK Gau-Algesheim 6 10 2 31½
2 SK 1912 Ludwigshafen 6 9 3 32
3 SV Spr.Siershahn 6 7 5 24½
4 SK Frankenthal 6 6 6 24½
5 SV Koblenz 03/25   II 6 5 7 25
6 SC Landskrone 6 5 7 23½
7 TSV Schott Mainz   III 6 5 7 21
8 SK Altenkirchen 6 5 7 17½
9 Sfr.Mainz 1928 6 4 8 22
10 SC 1950 Remagen 6 4 8 18½

Schreibe einen Kommentar