Zweiter Oberliga-Sieg für den SK Altenkirchen!

Gegen den hohen Favoriten aus Gau-Algesheim gelang völlig überraschend der zweite Saisonsieg.

Gau-Algesheim trat an Brett Eins mit dem starken russischen Großmeister Ovsejevitsch und an Brett Zwei mit der großen deutschen Schachnachwuchshoffnung Vincent Keymer (fünfter  Platz bei der letzten Weltmeisterschaft seiner Altersklasse!) an.

Unser Ausfall von Max konnte durch Johannes aufgefangen werden. Dieser war es auch, der als erster seinem Gegner in taktischer Stellung einen Bauern abnahm und nun versuchen musste sich dem Druck zu erwehren. An den anderen Brettern verlief die Anfangsphase ruhig. Bis aus Oliver an Brett Vier. Dieser brachte eine ungewöhnliche Zugfolge auf´s Brett und der Gegner musste sich gehörigem Druck erwehren. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden Spielzeit dachte Martin an Brett Fünf er könne einen Bauern gewinnen, übersah jedoch eine Riposte und musste sich schnell darum kümmern nicht zu verlieren. Andreas stand gegen den Großmeister ausgeglichen, während Claude gegen den Jungstar Keymer schon etwas verdächtig aussah. Leider verzettelte sich Thomas an Brett Sieben und stellte einen Bauern hin und hatte leider nicht die erhoffte Kompensation. Holger an Brett Drei hatte eine ruhige, eher unspektakuläre Stellung auf dem Brett, während Reiner Schmidt an Brett Sechs langsam den Druck auf die gegnerische Stellung und deren schwachen Mittelbauern erhöhte.

Dann konnte Johannes mit feiner Taktik seinen Gegner, der ob des Minusbauern mehr riskiert hatte, in einem schönen Königsangriff glatt überspielen und ihn zu Turmverlust und Aufgabe zwingen. Leider gab Thomas (bisher Mr. 100 %) seine Partei in verlorener Stellung auf. Reiner wiederum konnte mit einer kleinen taktischen Wendung einen Bauer gewinnen. Nachdem er sich noch einen Freibauern geschaffen und alle taktische Möglichkeiten des Gegners abgewehrt hatte, gab dieser sich geschlagen.

Was folgte, war leider der Verlust von Oliver Heidorn dessen Angriff abgewehrt wurde. In  dem darauffolgenden Endspiel musste er sich leider geschlagen geben. Das Highlight ereignete sich an Brett Eins. Andreas den fehlerhaften Plan seines Gegners durchschaut und sich gegen Großmeister Ovsejevitsch eine Gewinnstellung erarbeitet. Im letzten Zug der Zeitnot übersah er leider einen Konters und musste sich mit Remis „begnügen“. Wenn einer vor der Partie gesagt hätte…Martin Kaster hatte sich aus seiner schlechteren Stellung inzwischen befreit, konnte aber keine Gewinnversuche unternehmen und erreicht den Remishafen. Was blieb waren zwei Partien, Holger mit einem schwierigen, aber voraussichtlich remisen Endspiel und Claude mit einer schlechteren Stellung. Claude gelang es jedoch immer wieder mit taktischen Nadelstichen den Gegner  zu beschäftigen, so dass dieser nicht richtig weiter kam, ein paar Ungenauigkeiten in sein Spiel einstreute und sich mit einem Remis begnügen musste. Holger, der Herr der Taktik und Turmendspiels, spielte jetzt das Turmendspiel „auf Gewinn“. Prompt fand sein Gegner in der hoch komplexen Stellung einmal nicht den richtigen Zug und das Pendel schlug zu unseren Gunsten aus. Sieg von Holger und damit Mannschaftssieg!

Zwei unerwartete Punkte gegen eine Mannschaft, die im Durchschnitt pro Brett 100 DWZ-Punkte mehr aufwies als wir. Jetzt wird aus einer nicht vorhandenen Chance auf den Klassenerhalt etwas, dass durchaus erkämpft werden kann (Darmstadt 98 lässt Grüßen). Richtungsweisend dafür ist das nächste Spiel im saarländischen Winterbach, die mit im Abstiegsstrudel hängen. Mal sehen was das neue Jahr so bringt!

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