Hello Dr. Greenthumb, paging Dr. Greenthumb

Heurig in aller Kürze der schludrige Bericht des artig spannungsgeladenen Mannschaftskampfes mit den ehrenwerten Mannen des SC Kastellaun, gespielet am 25.Jänner, im Jahre des Herren 2026, zu Altenkirchen im Westerwalde.
 
Der Erinnerungssplitter einige:
 
Fräulein Ruth am Ersten Brette betrieb aktive Sterbehilfe seiner bis dahin ganz gesund anmutenden 
Stellung, Viktoria am Achten Brette spielte nicht lange, dafür aber munter und unser viertbrettig spielend
Zenturio bastelte ungemein gewieft Zug um Zug an seiner Rube-Goldberg-Maschine, bis es ihm endlich, 
höchst einfallsreich und aller Ehren wert, gelang seine Dame zu verlieren.
 
Diese drei, jede auf ihre Weise, durchaus unterhaltsamen Begegnungen sammelten insgesamt immerhin knapp Null Punkte für unsere pralle Punkteschatzkammer.
 
Es rieselten indes noch einige Halbpunkte ins Punkteverlies, beispielshalber die Partie von Medikus Reiner am Fünften Brette, als Reiner entschied ambulant den minimalinvasiven Eingriff per Peripheren Remiskatheter durchzuführen und sechstbrettig UV wiederum beschloß, seine übertrieben interessante Position zufriedenstellend verflachen zu lassen.
Selbigst [Bredl Zwoa] gelang mir so grade ein Remis gegen einen Gegner, der meine Eröffnungswahl unangemessen genau mit den Top-Rechnerempfehlungen traktierte [drei Baueropfergaben in der Eröffnung, Vodoo ick hör Dir trapsen] und nach lange ausgeglichenem Verlauf einen ganzen Zuch lang, dem Vernehmen des Silikonherrschers nach, flott und glatt auf Gewinn stand.
 Obgleich wir die Variante in der späteren Partiedemontage sahen, entging uns die unbedingt einzuhaltende Zugfolge einer drolligen Idee des Compis…Compi Lutscher reich.
 
Naja, wie auch immer, zwei herausragenden Partien der Begegnung möchte ich einige Worte mehr widmen.
 
 
Zunächst den prickelnden Nervenkitzler am Dritten Brette/Collider zwischen dem werten Herren Pfrengle und unserer lieblichen Hilde, welcher mich ob der sukzessiven c-beschleunigten, aufeinander zu bewegenden Bauernpartikel im zentralen Inertialsystem mit anschließender Annihilation dergleichen, ziemlich an den Lorentz-Faktor relativer Bewegungen erinnerte.
 Was denn tatsächlich in der logischen Längenkontraktion in die Reminsunendlichkeit auch eintrat,
indes bei reziproker Taylor-Reihe bzw. hier, da Konvergenz O, eine Maclaurin-Reihe, die bei schrumpfendem Material mit fortschreitendem Uhren-Fallbeil  den Zeitnotarzt auf den Plan rief, welcher der Spannung pures Adrenalin spritzte und allen beteiligten Zeitreisenden angenehme 10 000 Volt verabreichte.
Ein intensives Erlebnis, das heißt, wenn man nichts dagegen hat sich davon tagelang erholen zu müssen.
 
Zuletzt, als verdienter Höhepunkt, zumindest aus Skakscher Sicht:
Tusch, Fanfare, Bla
 
Raphaels siebtbrettig juwelengewirktes Kleinod wider einen stark spielenden Gegner, dem ehrenwerten Herren Herfurt; eine Partie so geschmeidig, dass selbst der widerborstigste Spröde unter uns…um ehrlich zu sein, ich verpasste den ohnzweifel charmanten Schluß der eindeutig eleganten Partiegevierte, auf diesem Wege dennoch aus tiefst Herzgefild der wohlverdiente Beifall, lieber Raphael.
 
Insgesamt also eine, sagen wir mal, harsche bis gebeutelte Begegnung mit dem SC Kastellaun, aber allemal
eine durchaus erinnerungswürdige, nicht zuletzt aufgrund einiger sympathischer Kastellauner.
 
Grüße in den Hunsrück, verdient gewonnen die werten Herren vom SC, wir indes bekommen sicher noch 
unsere Chancen.
 
Alaaf!
 
 

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