Neues aus dem Mutantenstadl

Letzten Sonntag weilten die wackeren Mannen des SG Schweich-Trittenheim zum Gastpiel bei uns auf der
Schaubühne des Volkshochschultheaters zu Altenkirchen.
Lassen wir nun auch ungesäumt die Scheinwerferlichter auf die weltbedeutenden Bretter erstrahlen.
 
Am Ersten Brette sahen wir eine French Press-Degustation seitens der Mademoiselle Ruth allerbraunster Zubereitung;
Barista Brühl fermentierte die brühwarme Stellung mit leichter Crema nass, heiß und vor allem stark, zu einem lieblichen Lungo, dass es dem Caféschach-Connaisseur vorkam wie ein aufs Schachbrett gebrauter Genuß der feinen Blue Mountain-Bohne.
 
Brett Eins: Pritzker – Ruth: 0 – 1
 
Liedlein: Oldelaf -Le Café
 
 
Nur um es mal erwähnt zu wissen: das Zweite Brett hüllt sich und die Partie in Schweigen, aus tiefem Respekt vor 
zeitschwarzer Gedankenschwere.
 
Brett Zwei: Bla – Koch: „Wayne“
 
Liedleid: Boogie Belgique – Forever and Ever
 
 
Am Britten Drette Hilde wie aus dem Bilderbuch schwer forschfröhlich um sich her Komplikationskeime durch die Gegend eintopfend, fand aber ob den abholzenden Kahlschlaggelüsten des werten Gegners mit anschließender Stellungsdegradation am End nur karges Positionsödland bei baldiger Remisdersertifikation vor.
 
Mahagonibrett: Harig – Holger: Re:Misere
 
Cypress Hill – Dr. Greenthumb
 
 
Am Vierten Brette ein flott aufmarschierender Zenturio, der sein Vexillum kraft des Gebrauchs seiner equites alaes mitten in das Peristyl des Amtlichen Hauptquartiers seines werten Adventarius´ aufpflanzte, gut gemacht Zenturio! 😉
 
Tabula IV Zenturio – Mossong: I – Nullum
 
Monty Python – For He’s a Jolly Good Fellow
 
 
Die voranschreitende Szene am Fünften Brette zwischen den werten Herrschaften Schmitz und UV machte nach eigentlich recht artigem Eröffnungsverlauf einen arg maladen Eindruck und einfach viel zu viel Spaß um das prickelnde Endspielsichtum durchzufeiern, daher schlauerweise:
 
Brett Fünf: Schmitz – UV: Eins zu Würg
 
Seiler und Speer – Ham kummst
 
 
Das Sechste Brette demonstrierte alle Vorteile eines gelungen Gambits, Entwicklung, Raum, Stellung, You name it,
kunstreich deklamiert à la Carl Friedrich Abel, interpretiert vom großen Gambenspieler Reiner, vor vollem Publikum ein echter Kassenschlager.
 
Brett Sechs: Reiner – Pardey 1 – 0
 
Antoine Forqueray – Suite no. 4 in g moll sarabande la d’aubonne
 
 
 
Agent James Berker am Geheimbrett Seiner Majestät klötzelnd, gab seinem werten Opponenten,
Christian ‚Goldfinger‘ Steil, die Möglichkeit die Stellung dreimal hintereinander zu rühren, allerdings entschloß sich dieser indes seinen König lieber in ein  Meer von Martini zu schütte[l]n, wo ihn plötzlich eine gewisse Mattigkeit übermannte und alsbald vom MI6 umstellt, den Rest des Daseins im Schwarzen Tower von London verbringt..
 
Brett Null Null Sieben: ‚Auric‘ Steil – Berker-Bond: 00-7 minus 6
 
DWIG – Orange Evening/ Laut & Luise (LUL007)
 
 
 
Das Achte Brett sah eine wie weiland seit Zeiten Philipps des II. von Spanien nicht mehr erblickte, wahrhaft furchterregende Armada Weißer Segel gen Schwarzen Gestaden rüberschiffen, die aus welchen Ursachen auch immer an den Riffen von Plymouth [hier irgenwo zwischen der Ersten und Zweiten Reihe] auf Grund lief.
 
Brett Achtern: Konteradmiral Hugo – Lord Tim ‚Howard‘ Albert 0 – 1
 
Beatles – We all live in a Yellow Submarine
 
 
Durch diesen, wenig Feingefühl beweisenden, unerhörten Sieg des Schachkreises, steht der SKAK skandalöserweise auf dem Dritten Range der Liga, und dies gar in der Tat von oben[!!], nicht dass uns hier noch ein ungewollt Aufstieg oder ähnliches Ungemach widerfährt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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