Wie meinen, Euer Merkwürden?

Auf unserer Hinfahrt ins anheimelnde Nachbarbundesland vom 13. des Märzes, erfuhren wir live und in Farbe die maximale analytische Schwarzschild-Lösung in Forme einer intrinsischen Singularität, bewegten wir uns doch offenbar laut leutseligem Navi ganz beschaulich auf einer Einstein-Rose-Brücke, mithin also eine kürzere Kruskalkoordinate als zwischen zwei Geraden; eine Koinzidenz mit der Überschreitung des Saarlandes wie unser aufmerksamer Beobachter Reiner anmerkte oder doch nur ein zeitlich begrenztes Einfrieren der Matrix?

Wie auch immer, nach derart gewonnener Zeit und normaleuklidischem Eintreffen in einem gleichschenkligen Bermudadreieck in Illigen, bzw. nach Reboot der Matrix, begaben wir uns in einer ziemlich tatkräftigen Aufstellung, diesmal mit Claude und Claude von der Nordseeküste oder wo auch immer dieses Luxemburg liegen mag, sowie mit unserem Edelreservisten Hajo, welchem unser doppelt-bis dreifach Dank gebührt diese ausufernde Entreprise mit uns zu teilen, frohgemut und hochmotiviert ans Brette.

Doch der Flunkereien genug.

Ob der außergewöhnlichen Eigenwilligkeit dieser Begegnung, erlaube ich mir den Versuch diesen Bericht in Forme eines Soundtracks darzustellen, noch schnell den Shuffleknopf zwirbeln und los geht es kreuz und quer durchs Geschehen.

Schmissig und forsch draufgängerte Andreas zielsicher und zackig nach bester Grimmelhausenscher Springinsfeldmanier eine beherzte Attacke zur schwungvollen Punkteteilung; diese idyllische Bukolik möchte ich mit einem der romantischsten Musikstücke aller Zeiten untermalen:

Track One: Johann Strauss Vater  –  Radetzkymarsch

Andreas – Frank Mayer 0,5 – 0,5

Würzig bis malzig, einem Kentuckybourbon gleich, entwickelte sich das Geschehen am vierten Brette von Claude Hah in bester Freejazzfasson, gipfelnd in einer blaubraunen dodekaphonischen Remisatonalität.

Track Four: Joe Manierie   – Paniots Nine

Thomas Bieler – Claude Högi  0,5 – 0,5

Politisch erfreulich unkorrekt gestaltete sich Reiners Begegnung, wies sie doch eindeutige Züge der transnationalen ‚Black Pawn Matter‘ Bewegung auf. Nach massiver Unterdrückung und einer mehr oder minder extralegalen Intersektionalität der Schwarzen Population, fehlten plötzlich zwei bis drei Dutzend schwarzer Townsmen; auf der Suche nach diesen braven Citizens musste Reiner freilich zwischenzeitlich mal aufgeben um nach dem Rechten zu sehen.

Track Six:  Napalm Death – From Enslavement to Obliteration

Jonas Feidt – Reiner 1 – 0

Eine berserkerhafte Sanftmut bezeugten wir am zweiten Brette, als Claude Wäh in einer heroischen Schlacht gleichsam Old Beowulf wider einem tapferen Gegner mannhaft die Waffen strecken musste.

Track Two: Richard Wagner – Walkürenritt

Joachim Klein – Claude Wagi  1 – 0

Das Geschehen, ausgehend aus dem Londoner System, am achten Brette, wies deutliche Ähnlichkeiten zu Landis‘ Filmklassiker American Werewolfe aus dem Jahre ’81 auf, als das halbe Filmensemble in der London Underground heiter und beschwingt einem fidelen Massaker zum Opfer fiel.

Track Eight: Creedence Clearwater Revival – Bad Moon Rising

Tim Aubertin – Hajo 1 – 0

Am siebten Brette bestaunten wir wie die kreative Königsinderkoryphäe Martin eine ob ihrer tödlichen Langeweile und desperaten Trockenheit von der Genfer Konvention weltweit geächtete Abtauschvariante im KI mit völlig neuen Ideen zur totalen Selbstvernichtung der weißen Stellung adelte; zwei Worte dazu: Bra-vo! Fürwahr, ein Paradebeispiel für eine dringend benötigte anschließende ausufernde Therapie, welche sich allerdings als nicht sonderlich einfach erweisen dürfte. Ob der ergötzlichen Komik der ganzen „Partie“, dachte ich zuerst an Fučíks  „Einzug der Gladiatoren“, doch dämmerte mir bald hier KANN es wirklich nur einen Song für geben, jajaaa:

Track Seven: Joachim Witt – Mädchen Kosmetik

Martin – Daniel Hoppstädter 0 – 1

Irgendwas passierte mutmaßlich am fünften Brette; angeblich mit einem Remis am End…wer weiß das schon…“also ich wollte sagen, das die Verwirrung, ähm…und die Verwirrung wird all jene verwirren, die nicht wissen ähmnä…und niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknüpft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, die mit der Verknüpfung verknüpft ist…“

Track Five: Coil – I don’t get it

Holger – Andreas Hauer 0,5 – 0,5

Kommen wir also at least zu meiner Begegnung gegen den werten Kempen Kuhn,  in der ich mich, zu Recht, als Spalter diffamieren lassen muss, ließ mich doch meine teils angeborene, teils hart erarbeitete Scheu vor guten Zügen schändlich im Stich und so pflückte ich den Fisch vom Baum, rupfte ihn gar fein und rollte diesen auf die Torte.

Mich – Patrick Kuhn 1 – 0

Bevor ich gleich das letzte Wort einem der großen Lichtgestalten der Neuzeit übergebe, möchte ich euch/ uns in diesen ziemlich kaputten Zeiten einfach noch etwas mit auf den Weg geben: passt auf euch auf, steht füreinander ein, helft denen die unserer Hilfe bedürfen, vergesst nicht unsere tierischen und pflanzlichen Freunde, bleibt/werdet gesund. Peace.

Track Three: John Lennon – Imagine

 

 

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