9. Spieltag in der 1. Kreisklasse – Erfolgreicher Saisonabschluss für die 4. Mannschaft

Am gestrigen Sonntag fuhren wir – leider nur zu viert – zu den Schachfreunden aus Ötzingen, um uns deren 3. Mannschaft zu stellen. Da wir noch vom Abstieg bedroht waren, war uns bewusst, dass wir alles geben mussten, waren jedoch trotz der Umstände in bester Laune. So lockerte Uli die Stimmung vor dem Spiel in dem er dem gegnerischen Mannschaftsführer wie folgt begrüßte: „Mannschaftsremis oder wir spielen auf Sieg!“.

Uli spielte mit den schwarzen Steinen an Brett 2, Manfred an Brett 3, Frank an Brett 4 und ich an Brett 5.

An Brett 1 wurde der kampflose Punkt für Ötzingen verdient, da Matthias Kleine ausfiel, zwischenzeitlich somit 1:0.

Uli und Manfred spielten eine solide Eröffnung, während die Gegner von Frank und mir schon einige sonderbare Züge einstreuten. Ich selbst schaffte es nicht einen Vorteil aus dem unnatürlichen Damenzug meines Gegners zu erspielen, ganz im Gegenteil gab ich ihm sehr früh die Chance zum Ausgleich, die er allerdings ausließ. Dann, nach gut 45 Minuten, die erste Überraschung: Mein Gegner an Brett 5 gab im 10. Zug ein Schach mit seiner Dame, allerdings konnte ich diese einfach schlagen. Etwas überrascht, ob des frühen Patzers meines Kontrahenten, suchte ich noch nach der taktischen Finesse, es war dann aber doch ein Einsteller, den ich dankend annahm. Es folgten noch 12 Züge, in denen ich zuerst noch etwas Material gewann und schließlich das Matt forcierte. Nach 45 Minuten somit 1:1.

Wenig später konnte sich auch Uli einen erheblichen Vorteil erspielen und gewann die zwei Türme seines Gegners und somit die Partie. Spielstand somit 1:2; und der Mannschaftssieg lag greifbar nahe, da auch Frank sehr solide mit einem Mehrbauern da stand. Manfreds Stellung war ausgeglichen, jedoch hätte er sich wohl an der ein oder anderen Stelle einen Vorteil erspielen können.

An Franks Brett dann die nächste Überraschung des Spieltags: eine illegale Rochade! Der Turm mit dem rochiert wurde, befand sich zwischenzeitlich mal auf b1, kam dann später auf a1 zurück, von wo aus er dann für die Rochade benutzt wurde. Frank bemerkte und reklamierte dies nicht, seinem Gegner nutzte dies allerdings auch nicht wirklich, da Frank die Königsstellung für einen Damen- und Mattangriff ausnutze und seine Partie gewann. Stand 1:3, Mannschaftssieg!!

Manfred an Brett 3 wollte seine Partie für den perfekten Saisonabschluss aber natürlich auch noch gewinnen und kämpfte bis zum, leider bitteren, Ende weiter. Mit Sicherheit konnte man hier auch die spannendste Partie des Tages beobachten, keine groben Fehler auf beiden Seiten, Manfreds c-Bauer kurz vor der Umwandlung, auf der anderen Seite aber eine konstante Mattdrohung gegen den weißen König. Manfred geriet dann in Zeitnot, brauchte noch einige Züge, und vergaß seine Uhr zu drücken. Tief in die Stellung versunken, fiel dann seine Zeit, obwohl sein Gegner am Zug war. Dieser zeigte jedoch große sportliche Fairness, entschuldigte sich dafür, auf Kosten von Manfreds Zeit weitergespielt zu haben und lies die Partie weiterlaufen. Den Umständen geschuldet, begann Manfred dann aber leider eine Ungenauigkeit, wodurch er letztlich das Matt nicht mehr decken konnte und am Ende nach fast vierstündigem Kampf seine Partie verlor. Nichts desto trotz: Mannschaftssieg, und nur das zählt am Ende!

Das Endresultat von 2:3 wurde anschließend im Lakö in Wissen bei Eis und Hopfenkaltschale gefeiert. Wir konnten den Abstieg vermeiden, obwohl wir in dieser Saison oft in Unterzahl antreten mussten. Insgesamt können wir also zufrieden auf die Spielzeit zurückblicken und uns auf die neue Saison freuen, in der wir dann wieder oben mitspielen wollen.

An dieser Stelle sei auch allen Spielern gedankt, die unserer Mannschaft ausgeholfen und wichtige Punkte für uns geholt haben! Allen voran Rainhard Geimer, der für uns noch einmal aus seinem schachlichen Ruhestand zurückgekommen ist und in zwei Spielen zweimal gewonnen hat. Danke dafür!

Darian Asbach

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. JA Darian, das hätte ich nicht besser schreiben können,
    möchte aber an dieser Stelle auch Hubert Polzer, Christian Denker, Noah Reuber und Nicolas Weber für Ihre Unterstützung danken.

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